Dr. Hans Morschitzky

Psychotherapeut

Verhaltenstherapie und Systemische Familientherapie

A-4040 Linz, Hauptstraße 77     

Tel.: 0043 732 778601  E-Mail: morschitzky@aon.at

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Angst vor dem Tod - Angst vor dem Sterben - Angst vor dem möglichen Danach

 

 

Ende September 2020 erscheint mein neuestes Buch:

 

Die Angst vor dem Tod. Existenzielle Ängste wahrnehmen und als Chance nutzen.

 

Die inhaltliche Thematik ergibt sich aus dem vorläufigen Vorwort:

 

Der Tod geht uns alle an, egal wie alt und gesund wir sind; er ist das unumkehrbare Erlöschen aller Funktionen unseres Körpers. Sterben ist das Geschehen, das dazu führt.

Der Glaube an ein Jenseits, an ein ewiges Leben nach dem Tod bei Gott oder im Kosmos, vermindert bei vielen Menschen die Angst vor dem Tod als dem absolutem Ende der menschlichen Existenz.

Wir sind in unserem Leben ständig auf dem Weg zum Tod, sollten uns dabei jedoch von unseren Ängsten vor einem möglichen Davor bzw. Danach nicht die Freude am Leben verderben lassen.

Selbst bei bestmöglicher Konzentration auf den Augenblick und die Chancen des Lebens erfordert der bevorstehende Tod eine Stellungnahme zur Frage: „Ist der Tod das endgültige Aus oder gibt es ein Danach in einer anderen Welt bzw. Dimension“?

Im Mittelpunkt dieses Ratgebers stehen drei existenzielle Ängste, die jeden von uns mehr oder weniger stark beschäftigen: die Angst vor dem Tod, vor einem belastenden Davor und einem ungewissen Danach.

Bei der Furcht vor dem Sterben geht es um konkrete, sehr belastende Vorstellungen des Sterbens, bei der Angst vor dem Tod und dem Danach um das angstvolle Bewusstwerden der Endlichkeit der menschlichen Existenz und den möglichen Zustand nach dem Tod.

Todesangst bezeichnet dagegen eine akute Bedrohung von Leib und Leben durch schwere Krankheiten oder reale äußere Bedrohungen durch Menschen, Umweltkatastrophen und Unfälle.

Die Angst vor dem Tod wird von vielen Menschen der Gegenwart im Trubel des Alltagslebens beiseitegeschoben und erst in Phasen akuter Todesangst als unbewältigtes Problem erkannt.

In meinen Ratgebern zu den verschiedenen Angststörungen nach dem derzeit (2020) gültigen internationalen Diagnoseschema ICD-10 habe ich auf existenzielle Ängste nur in der Weise hingewiesen, dass ich sie im Rahmen des jeweiligen Buches nicht thematisieren kann – eine letztlich unbefriedigende Stellungnahme!

Anlass für dieses Buch sind fachliche und persönliche Motive.

Die fachliche Motivation lässt sich am besten so beschreiben:

Als Klinischer Psychologe und Psychotherapeut in Linz, Österreich, mit über drei Jahrzehnten an psychotherapeutischer Erfahrung mit Menschen mit praktisch allen psychischen Störungen, vor allem jedoch mit Angststörungen, Hypochondrie, Somatischer Belastungsstörung (bisher „Somatoforme Störungen“ genannt), Zwangsstörungen, Depressionen und Belastungsreaktionen, habe ich bei meinen Patientinnen und Patienten die große Bedeutung und das hohe Ausmaß an existenziellen Ängsten oft erlebt; diese lassen sich weder mit den klassischen Formen von Psychotherapie noch mit Psychopharmaka angemessen und ausreichend behandeln, weshalb zusätzliche Strategien erforderlich sind.

Die persönliche Motivation für dieses Buch hängt mit zwei Aspekten zusammen: mit meinem Aller und einer chronischen Erkrankung.

Ich habe dieses Buch im Alter von 67 Jahren geschrieben, mit einer Lebenserwartung von nur mehr 12 Jahren, wenn man bedenkt, dass Männer durchschnittlich mit 79 Jahren sterben.

Auf der Basis der Lebenserwartung von 60-jährigen Männern darf ich mich noch auf zwei weitere Lebensjahre freuen. In diesem Alter habe ich den Tod eher vor Augen, als dies bei jüngeren Menschen der Fall ist.

Darüber hinaus leide ich bereits seit dem 44. Lebensjahr an Diabetes mellitus Typ II. Als meine Mutter mit 75 Jahren an den körperlichen Folgen eines schweren Diabetes mellitus Typ II verstarb, war meine Diabeteserkrankung bereits zwei Jahre lang bekannt, neben der Vererbung bedingt durch schädliche Lifestyle-Faktoren wie Übergewicht, falsche Ernährung, wenig Schlaf, viel zu wenig Sport und Bewegung und vor allem auch durch großen beruflichen und familiären Stress. Damals verharmloste ich meine Erkrankung als „reinen Stresszucker“, der sich leicht beseitigen lasse.

Eine radikale Änderung meines Lebensstils, die hilfreiche Angst vor den möglichen Krankheitsfolgen und die bestmöglichen Medikamente, die ich von einer sehr kompetenten, psychosomatisch orientierten Fachärztin erhalte, haben mich in einer Weise gesund erhalten, wie dies bei vielen anderen Betroffenen nach so langer Krankheit leider nicht mehr der Fall ist.

Noch kann ich sagen: „Ich habe zwar eine chronische Krankheit, ich war aber in den letzten drei Jahrzehnten keinen einzigen Tag im Krankenstand – außer aufgrund einer medizinischen Abklärung bis hin zum Herzkatheder ohne Befund, der aufgrund eines pathologischen Belastungs-EKGs notwendig war.“

Doch wie lange kann ich derartige Sprüche noch von mir geben? Mein Langzeit-Zuckerwert hat bisher immer mit der Zahl 6, niemals mit 7 oder gar 8 begonnen, wo körperliche Schäden drohen.

Damit muss ich rechnen: Körperliche Folgeerkrankungen bei einem langjährigen Diabetes mellitus werden auch bei mir nicht ausbleiben.

Angesichts dieser Aussichten bemühe ich mich, von Tag zu Tag so zu leben, dass das verbleibende Leben den jeweiligen Möglichkeiten entsprechend sinnerfüllt verläuft.

Mit diesem Buch wende ich mich an einen größeren Leserkreis als Menschen mit Angststörungen und psychosomatischen Störungen. Ich spreche Personen an, die angesichts von existenziellen Ängsten über ihr Leben und die Welt nachdenken möchten und eine weltanschauliche Orientierung suchen, und zwar auch unabhängig von körperlichen, seelischen und psychosozialen Problemen.

Ich würde mich freuen, wenn Fachleute aus den Bereichen der Medizin, Psychologie, Psychotherapie und der Kranken- und Altenpflege ebenfalls davon profitieren könnten, etwa in der Form, dass sie ihren Patientinnen und Patientinnen bzw. Anvertrauten nach der Lektüre dieses Buches bestimmte Anregungen und Hilfestellungen zur eigenständigen Bewältigung geben oder im Rahmen einer Psychotherapie stärker als bisher berücksichtigen.

Ich habe mich bemüht, inhaltlich und sprachlich ein Niveau zu halten, das Nicht-Fachleuten ebenso gerecht wird wie verschiedenen Fachleuten. Interessierte können sich anhand der von mir verwendeten Bücher laut Literaturverzeichnis über die angesprochenen Themen noch weiter informieren.

Die Bewältigung der Furcht vor dem Sterben und der Angst vor dem Tod und dem Danach bleibt eine lebenslange Aufgabenstellung für Menschen christlichen, islamischen, jüdischen und anderen Glaubens, ebenso auch für kirchlich ungebundene, agnostisch oder atheistisch eingestellte Personen.

Berühmte Psychotherapeuten wie Sigmund Freud, C. G. Jung und Irvin Yalom, die zur Todesthematik wichtige Texte veröffentlicht haben, litten zumindest phasenweise selbst unter der Angst vor dem Tod oder gar unter akuter Todesangst und legen damit ein eindrucksvolles Zeugnis dafür ab, dass jeder Mensch, der sein Leben liebt, sich davor fürchtet, es zu verlieren.

Dieses Buch soll dazu beitragen, dass Ihre Furcht vor dem Sterben und Ihre Angst vor dem Tod und dem Danach nicht Ihr ganzes Leben verderben und lähmen, sondern als sinnvoller Antrieb Ihre Lebenschancen und Ihre Lebensqualität erhöhen.

Dazu ist es nötig, dass Sie Ihre existenziellen Ängste zumindest phasenweise voll und ganz zulassen, statt sie permanent zu verdrängen, ohne dass Sie sich deswegen täglich damit beschäftigen müssen, wie dies die Menschen, speziell die Mönche im Mittelalter sowie bestimmte Philosophen im alten Rom getan haben.

Teil 1 dieses Buches beschreibt die Furcht vor dem Sterben und die Angst vor dem Tod und dem Danach bei gesunden und psychisch kranken Personen, aber auch die akute Todesangst von Menschen mit lebensbedrohlichen Erkrankungen. Teil 2 bietet verschiedene Analysen, anregende Reflexionen und konkrete Hilfestellungen im Umgang mit existenziellen Ängsten.

Fünf Grundhaltungen, die in Form von sieben Ratschlägen präsentiert werden, sind für den Umgang mit der Angst vor dem Tod, dem Davor und dem Danach von zentraler Bedeutung:

1.     Der Angst vor dem Tod ins Auge sehen (Ratschlag 1).
2.    
Auf Sinnsuche gehen (Ratschlag 2).
3.    
Entsprechend der eigenen Werte leben (Ratschlag 3 und 4).
4.    
Sich auf Sterben und Tod vorbereiten (Ratschlag 5 und 6).
5.    
Zur eigenen Spiritualität oder Weltanschauung finden (Ratschlag 7).

Ich bringe in diesem Buch keine eigenen religiösen, spirituellen und weltanschaulichen Standpunkte ein, sondern biete allen Leserinnen und Lesern, psychisch gesunden und psychisch bzw. körperlich kranken Personen, Hilfestellungen im Rahmen ihrer Denkwelt.

Die Grenzen dieses Buches sind dort erreicht, wo Sie zwar hilfreiche Erkenntnisse gewonnen haben, diese aber nicht eigenständig umsetzen können.

In diesem Fall empfehle ich Ihnen dringend eine Psychotherapie bei einer kompetenten Person, mit der zusammen Sie nicht nur die Ursachen und Symptome Ihrer psychischen Störungen bewältigen, sondern auch mit Ihren existenziellen Ängsten so erfolgreich umgehen lernen, dass sie Ihnen nicht mehr das ganze weitere Leben so verderben wie bisher.

Dr. Hans Morschitzky